You ask – we answer.

FAQ: Flugschule

01. Benötige ich für meine Ausbildung besondere Fähigkeiten?

Einen Helikopter zu fliegen, ist an sich eine anspruchsvolle Tätigkeit, zunächst einmal völlig unabhängig davon, ob Sie diese Tätigkeit beruflich oder aber privat ausüben wollen.

Da der Helikopter in allen drei Dimensionen des Raumes stabilisiert und gesteuert werden muss, ist es sehr hilfreich, wenn Sie ein gut ausgeprägtes Koordinations- und räumliches Vorstellungsvermögen haben.

Für die Theoretische Ausbildung sollten Sie ein gutes mathematisch-physikalisches Grundverständnis mitbringen, um sich das Wissen aus den verschiedenen Bereichen wie z.B. Triebwerkskunde, Aerodynamik oder Navigation erschliessen zu können. Zu guter Letzt sind Grundkenntnisse in der Englischen Sprache notwendig, da zahlreiche Handbücher und Verfahren in dieser international angewandten Fliegersprache gehalten sind.

Natürlich ist die Fertigungstiefe der Theoretischen Ausbildung stark abhängig davon, ob Sie sich für eine Ausbildung zum Privatpiloten oder aber Berufspiloten entscheiden.

Vor allem aber sollten die eine gute Portion Spaß und Motivation für die Ausbildung zum Helikopter-Piloten mitbringen, denn das sind am Ende des Tages die wichtigsten Tugenden, die man braucht, um einer anspruchsvollen fliegerischen Tätigkeit gerecht zu werden.

Sprechen Sie uns einfach an – gemeinsam mit unseren erfahrenen Fluglehrern schauen wir auf Ihre Qualifikationen, evaluieren Ihre Eingangsvoraussetzungen und beraten Sie über Ihre Möglichkeiten einer soliden Piloten-Ausbildung.

02. Wann beginnt meine Ausbildung zum Helikopterpiloten?

Prinzipiell versuchen wir, Sie Ihrem Traum vom Fliegen so schnell wie möglich näher zu bringen, ganz egal, ob Sie eine private oder berufliche Tätigkeit als Helikopter-Pilot anstreben.

Die Nachfrage nach den unterschiedlichen Ausbildungs-Lehrgängen unterliegt selbstverständlich einer gewissen Fluktuation. Darüber hinaus versuchen wir, ungeachtet wirtschaftlicher Interessen, möglichst immer einen Kurs im Sinne einer „Klasse“ zu bilden, da es sich aus der Erfahrung heraus im Rahmen einer Gruppe immer leichter lernen lässt, weil pädagogisch sinnvolle Synergie-Effekte genutzt werden können. 

In aller Regel ergeben sich daraus zwei Kurse pro Jahr – einer im Frühjahr und einer im Herbst – zu denen sowohl die Anwärter auf eine Privatpiloten-Lizenz (PPL) wie auch die Anwärter auf eine Berufspiloten-Lizenz (CPL / ATPL) gemeinsam ihre Ausbildung beginnen und erste Theorie-Unterrichte beginnen können.

Auf Grund der Tatsache, dass Sie aber in jedem Fall, ungeachtet Ihres Ausbildungsziels, einen Teil Ihrer Theoretischen Ausbildung im Rahmen eines Fernlehrgangs absolvieren werden, ergibt sich daraus auch eine gewisse terminliche Flexibilität, insbesondere für die Ausbildung zum Privatpiloten.

Der Beginn Ihrer Praktischen Ausbildung wird, gemeinsam mit Ihren Fluglehrern, dann in pädagogisch sinnvoller Anlehnung an Ihren Fortschritt in der Theoretischen Ausbildung festgelegt. Selbstverständlich gehen wir dabei auch auf Ihre individuellen Wünsche und Ihre terminlichen Möglichkeiten ein, um Ihnen ein für Sie passendes „Gesamt-Paket“ zu ermöglichen.

03. Kann ich vorab in den Unterricht oder in eine Flugstunde reinschnuppern?

Das ist überhaupt gar kein Problem und sogar sehr empfehlenswert.

Sie lernen uns kennen, und wir lernen Sie kennen.

Sie können jederzeit sehr gerne einen Schnupperkurs bei uns belegen.

Nach einer ca. einstündigen Einweisung in die Grundlagen des Helikopter-Fliegens, nehmen Sie dann selbst im Cockpit einer unserer Ausbildungs-Maschinen Platz. Ein erfahrener Fluglehrer wird Ihnen die ersten Flugmanöver zeigen und Sie dürfen unter sachkundiger Anleitung natürlich auch einmal selbst das Steuer in die Hand nehmen. Wir garantieren Ihnen - der Funke der Faszination des Helikopter-Fliegens wird auf Sie überspringen und schon der Schnupperkurs wird zu einem für Sie unvergesslichen Erlebnis werden.

04. Ist meine Ausbildung auch am Wochenende möglich?

An sich ist das kein Problem. Unser Team ist für Sie an jedem Tag der Woche bereit. Allerdings gelten in Deutschland relativ strenge Lärmschutz-Regeln, die das Fliegen, insbesondere das Trainieren am Wochenende teilweise reglementieren und einschränken. Zudem sind unsere Fluglehrer verpflichtet die gesetzlichen Regularien zur Flugdienst- und Ruhezeit strikt zu beachten. Letztendlich ist es also eine Frage der gemeinsamen Planung, Ihre Ausbildung auch weit möglichst an Wochenenden darzustellen. Aber kurz gesagt - das ist kein Problem und lediglich eine Frage der gemeinsamen Abstimmung.

05. Wie sicher ist Helikopterfliegen?

Fliegen an sich ist sicher.

Und das ist nicht etwa ein aus dem Bauch heraus gesprochenes Statement, sondern auch statistisch erwiesen.

Dennoch – Flugsicherheit ist nicht von der Natur gegeben, und schon gar nicht funktioniert sie nach dem „Prinzip Zufall“.

Sicherheit beim Fliegen wird – im optimalen Fall – jeden Tag aufs Neue „produziert“.

Bei Heli Transair sprechen wir gerne von „Sicherheits-Kultur“ und eben diese Kultur funktioniert nur auf professionell hohem Niveau, wenn alle am Prozess Beteiligten mitmachen - und das wiederum setzt voraus, dass auch der Nachwuchs von der ersten Minute der Ausbildung an in eben genau diese Sicherheits-Kultur hineinwächst, sie erlebt und dann auch selbst vorlebt. An diesem Punkt wird der Kreis schnell größer, denn Sicherheit beim Fliegen muss von allen Beteiligten gelebt werden, zum Beispiel auch dem angegliederten Luftfahrttechnischen Betrieb.

Wir, das Team von Heli Transair, haben uns dem Leitgedanken der Sicherheits-Kultur verschrieben und werden Sie von der Stunde Null Ihrer fliegerischen Ausbildung an bis hin zum erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung und darüber hinaus in diesem Sinne ausbilden und begleiten. 

Und bitte – sehen Sie es uns nach, wenn wir auf dem Punkt „Sicherheit“ im Rahmen Ihrer Ausbildung immer wieder „rumreiten“ werden, denn bei Sicherheit gibt es für uns keine Kompromisse.

06. Welchen Zweck hat die Ausbildung im Simulator?

Simulatoren sind aus einer modernen (und zeitgemäßen) Pilotenausbildung heute nicht mehr wegzudenken.

Per Knopfdruck bringen wir Sie heute im Simulator an genau DEN Punkt im Training, an dem wir Ihnen einen Zusammenhang erklären, ein Flugverhalten demonstrieren oder aber eine wichtige Übung mit Ihnen immer und immer wieder wiederholen wollen. 

Dies hat für Sie, neben einem pädagogisch sinnvollen Zugewinn, auch wirtschaftliche Vorteile, da wir bestimmte Verfahren mit Ihnen zu deutlich günstigeren Konditionen trainieren können, als das beispielsweise im „echten“ Helikopter möglich wäre. 

Darüber hinaus gibt uns der Simulator auch die Möglichkeit, bestimmte Notverfahren mit Ihnen zu trainieren, die im Helikopter selbst nicht darstellbar sind, so zum Beispiel bestimmte Systemausfälle oder aber ein Totalverlust des Heckrotors.

Der Simulator duldet Fehlverhalten, welches der Helikopter draußen auf der grünen Wiese nicht verzeiht, will heissen - wir können Ihnen wichtige Trainingsinhalte auch vermitteln, indem wir Ihnen zeigen, was NICHT passieren darf. 

Somit betrachten wir den Simulator als wirtschaftlich günstiges und sicherheitstechnisch unschlagbar gutes Trainings-Tool, das wir in Ihre Ausbildung sinnvoll integrieren werden.

An dieser Stelle muss jedoch auch gesagt sein - der Simulator kann und soll nicht alles ersetzen. Deshalb werden Sie die „klassischen“ Notverfahren bei uns auch immer noch mit erfahrenen Fluglehrern im Helikopter selbst trainieren, denn das echte „Hosenbodengefühl“ – das bekommen Sie nur auf der echten Maschine. 

Vertrauen Sie uns – wir finden die perfekte Mischung für Sie.

07. Welche Materialien benötige Ich für meine Ausbildung?

Als Helikopter-Pilot brauchen Sie einiges an Handwerkszeug.

Egal ob Block, Bleistift oder Karten. Egal ob Navigationsrechner, Lineal oder Kniebrett.

Wir halten ein erstes Starter-Kit für Sie bereit, mit dem Sie für Ihre Grundausbildung erstmal gut ausgestattet sind.

Sie selbst werden im Laufe Ihres Ausbildungs-Fortschritts weitere Wünsche entwickeln, denn - sind wir mal ehrlich - jeder Pilot braucht am Ende des Tages sein persönliches „Spielzeug“. Die passenden Tips dazu geben wir Ihnen sehr gerne aus unserer langjährigen Erfahrung heraus.

08. Welchen Helikopter kann und darf ich nach der Prüfung fliegen?

Prinzipiell dürfen Sie mit Ihrer erworbenen Lizenz jeden beliebigen Helikopter fliegen.

ABER – Vorsicht Falle !

Jedes individuelle Helikopter-Muster ist an eine entsprechende Musterberechtigung gebunden, auf Neu-Deutsch ein sogenanntes „Typerating“.

Nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Prüfung bekommen Sie von der zuständigen Behörde Ihre Piloten-Lizenz ausgestellt, die dann die Musterberechtigung des Musters mit einschliesst, auf dem Sie Ihre Ausbildung durchgeführt und Ihre Prüfung abgelegt haben. Dieses Muster dürfen Sie dann mit dem Erhalt Ihrer Lizenz im Rahmen der erworbenen Rechte (privat oder kommerziell) fliegen.

Sollten Sie darüber hinaus ein anderes oder weiteres Helikopter-Muster fliegen wollen, so steht Ihnen das jederzeit frei, vorausgesetzt Sie haben das dafür notwendige Typerating erworben. 

Auch wir bei Heli Transair bieten Ihnen solche Ausbildungslehrgänge zu weiteren Typeratings an, die sich nebst einer theoretischen Einweisung üblicher Weise im Bereich von 5 bis 10 Trainingsstunden im neuen Helikopter-Muster bewegen und die mit einem erneuten Prüfungsflug zum Erwerb der Musterberechtigung abgeschlossen werden.

Auch hier beraten wir Sie gerne individuell.

09. Wie lange ist meine PPL oder CPL Lizenz gültig und wo kann ich meine Checkflüge absolvieren?

Die von Ihnen erworbene Lizenz (PPL oder CPL) bildet das Fundament Ihrer fliegerischen Qualifikation und Privilegien.

Die Lizenz an sich ist ohne Limit gültig, was allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist.

So müssen Sie beispielsweise in regelmässigen, festgelegten Intervallen Ihre flugmedizinische Tauglichkeit nachweisen und andere Belege vorweisen, die im weitesten Sinne Ihre Zuverlässigkeit als Pilot bestätigen (z.B. Polizeiliches Führungszeugnis, Zuverlässigkeitsüberprüfung, Auszug Verkehrszentralregister).

Primär basiert die Gültigkeit Ihrer Pilotenlizenz jedoch auf der Gültigkeit des oder der darin enthalten Typeratings auf bestimmten Helikopter-Mustern.

Die zu erfüllenden Voraussetzungen für die Verlängerung eines Typeratings, einschliesslich des abschliessend notwendigen Checkfluges erläutern wir Ihnen sehr gerne im persönlichen Gespräch. Bei Heli Transair bieten wir Ihnen nicht nur die formal vorgeschriebenen Checkflüge auf bestimmten, von uns betriebenen Helikopter-Mustern an, sondern ggf. auch entsprechende Auffrischungs-Lehrgänge, mit denen wir Sie wieder auf das erfolgreiche Absolvieren eines Checklfluges vorbereiten, für den Fall, dass sie auf einem Muster wenig oder gar keine Flugstunden im Laufe des jeweils letzten Jahres vor Ablauf des Typratings absolviert haben.

Die Möglichkeiten sind vielseitig - wir finden die für Sie passende Lösung.

10. Kann ich nach meiner Ausbildung bei der Heli Transair chartern?

Selbstverständlich können Sie nach Abschluss Ihrer Ausbildung auch Helikopter bei uns chartern.

Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie auch über Ihre Ausbildung hinaus auf Ihrem weiteren fliegerischen Werdegang begleiten und unterstützen dürfen.

Die für einen Chartervertrag notwendigen Formalitäten sind überschaubar und denkbar einfach.

Sagen Sie uns, was wir für Sie tun können, und wir machen es möglich - ganz egal ob Sie für einen kurzen Rundflug über Rhein-Main abheben oder aber einen Ausflug über Deutschlands Grenzen hinaus starten wollen.

11. Wie sind meine Perspektiven nach der Ausbildung?

Es gibt kaum eine Frage, die schwieriger zu beantworten ist, als diese. Die Welt der Helikopter-Piloten in Deutschland ist relativ klein, man könnte fast sagen - jeder kennt jeden. Demnach ist auch der Markt überschaubar, aber es gibt ihn und der regelmäßige Bedarf an Nachwuchspiloten ist natürlich gegeben. Ihre beruflichen Perspektiven hängen definitiv nicht nur von Ihren rein fliegerischen Leistungen ab. Vielmehr geht es um das „Gesamtpaket“, das Sie auf dem Weg zu Ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss, zu Ihrer Lizenz entwickeln. Sind Sie ein verantwortungsbewusster Mensch ? Ergreifen Sie die Initiative ? Sind Sie zuverlässig und zielstrebig ? Kann man Ihre Begeisterung und Motivation für die Fliegerei spüren ? Wenn Sie in der Lage sind, diese Tugenden mit guten fliegerischen Leistungen und einem soliden fliegerischen Theoriewissen zu kombinieren, oder zumindest das erkennbare Potenzial nach außen hin vermitteln können, dann haben Sie gute Chancen, einen zügigen Einstieg in die berufliche Helikopter-Fliegerei zu finden und sich schrittweise weiter zu entwickeln und hoch zu arbeiten.

Vor dem Hintergrund dieses Wissens legen wir bei Heli Transair größten Wert darauf, dass wir Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung in diesen Belangen konstruktiv fördern.

Ein Blick in die hauseigene „Hall of Fame“ zeigt, dass zahlreiche Absolventen unserer Flugschule mittlerweile auf beachtliche berufliche Karrieren zurückblicken und beispielsweise am Steuer eines Rettungshubschraubers ihren Kindheitstraum verwirklicht haben. Sie legen Ihr Eisen ins Feuer - wir helfen Ihnen, es zu schmieden, getreu dem Motto - jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

12. Was darf ich mit meiner CPL-Lizenz alles fliegen?

Prinzipiell dürfen Sie mit Ihrer erworbenen Lizenz jeden beliebigen Helikopter fliegen.

ABER – Vorsicht Falle !

Jedes individuelle Helikopter-Muster ist an eine entsprechende Musterberechtigung gebunden, auf Neu-Deutsch ein sogenanntes „Typerating“.

Nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Prüfung bekommen Sie von der zuständigen Behörde Ihre Piloten-Lizenz ausgestellt, die dann die Musterberechtigung des Musters mit einschliesst, auf dem Sie Ihre Ausbildung durchgeführt und Ihre Prüfung abgelegt haben. Dieses Muster dürfen Sie dann mit dem erhalt Ihrer Lizenz im Rahmen der erworbenen Rechte (privat oder kommerziell) fliegen.

Sollten Sie darüber hinaus ein anderes oder weiteres Helikopter-Muster fliegen wollen, so steht Ihnen das jederzeit frei, vorausgesetzt Sie haben das dafür notwendige Typerating erworben. 

Auch wir bei Heli Transair bieten Ihnen solche Ausbildungslehrgänge zu weiteren Typeratings an, die sich nebst einer theoretischen Einweisung üblicher Weise im Bereich von 5 bis 10 Trainingsstunden im neuen Helikopter-Muster bewegen und die mit einem erneuten Prüfungsflug zum Erwerb der Musterberechtigung abgeschlossen werden.

Auch hier beraten wir Sie gerne individuell.

13. Wie kann ich nach meiner Ausbildung Flugstunden sammeln?

Wenn Sie Inhaber einer kommerziellen Lizenz für Helikopter (CPL) sind, dann finden Sie einen ersten Einstieg in die berufliche Fliegerei in aller Regel mit der Durchführung von Rundflügen. Hierbei sammeln Sie erste, sehr gute und solide Erfahrungen als verantwortlicher Helikopter-Pilot, oder auf Neu-Deutsch - Pilot in Command - in einem noch relativ einfachen fliegerischen Umfeld, das Ihrem Erfahrungsstand als Berufseinsteiger entspricht. Sie lernen den Umgang mit Passagieren, lernen Menschen zu führen und Flugeinsätze selbstständig zu planen und durchzuführen. Befragen Sie heute einen Berufs-Helikopter-Piloten nach seinen ersten fliegerischen Springen nach Erhalt der Lizenz, so werden sie kaum einen finden, der Ihnen nicht von seinen ersten Rundflügen und diversen lustigen Anekdoten aus diesen Tagen berichten kann.

Neben diversen Unternehmen quer durch Deutschland suchen auch wir bei Heli Transair immer wieder junge Nachwuchspiloten, die unser Team an Stamm-Piloten bedarfsweise bei den Rundflügen unterstützen, und so manche fliegerische Karriere nahm somit ihren Verlauf. Und natürlich rekrutieren wir diesen Nachwuchs am aller liebsten aus den Reihen unserer eigenen, ehemaligen Flugschüler, denn wir selbst wissen dann nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit am besten, dass Sie unser Mann oder unsere Frau des Vertrauens sind.

14. Welchen Vorteil hat die Ausbildung auf der Cabri G2 im Gegensatz zur Robinson R22?

Alles hat seine Zeit. Mit der Robinson R22 blicken wir auf einen mittlerweile in die Jahre gekommenen Klein-Helikopter (zurück), der seine Dienste getan hat und zumindest für uns bei Heli Transair mittlerweile in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten ist. Mit der Guimbal Cabri G2 haben wir uns für ein Nachfolgemuster entschieden, das in vielerlei Hinsicht mehr als überzeugend ist. Es wäre viel zu einfach, nur zu behaupten, die Cabri sei im Vergleich zur R22 eben modern. De Facto ist dieser Helikopter jedoch mit einem guten Touch technischer Erfahrung aus dem fliegerischen Know How von Eurocopter / Airbus konzipiert worden und vereint somit zahlreiche moderne und zeitgemässe Industriestandards in seinem Design. Für uns bei Heli Transair sind die Vorteile schnell auf den Punkt gebracht – die Cabri vereint sehr gutmütige Flugeigenschaften mit Vielseitigkeit, arbeitet sehr zuverlässig und hat sehr gute Sicherheitsstandards, die sie für die Schulung und den Einsatz bei Charterkunden prädestinieren. Kurz gesagt - dieser Helikopter ist klein, aber sehr fein und macht einfach nur einen riesen Spaß.

15. Was muss ich tun um später in der Luftrettung fliegen zu können?

Nun – was für viele Piloten von Flugzeugen der Traum vom Jumbo Jet Fliegen ist, das ist bei den Helikopter-Piloten der Traum von der Rettungsfliegerei.

Ebenso wenig wie ein Flugzeug-Pilot nicht von der Cessna auf den Jumbo steigt, steigt ein Helikopter-Pilot von der Cabri in den Rettungshubschrauber.

Würde man ältere Generationen zu dieser Sache befragen, so würde man vermutlich die banale Antwort erhalten, dass Lehrjahre bekanntlich keine Herrenjahre sind. So einfach diese Floskel klingt, so viel Wahres und Richtiges steckt aber auch in ihr. In viel zu großen Schuhen kann man bekanntlich nicht gut laufen, man muss erst hineinwachsen. Und so ist es beim Fliegen auch. Die vielen hundert Stunden, die Sie auf Helikoptern bei Rundflügen, Arbeitsflügen und anderen Flugeinsätzen verbringen, lassen Sie an Erfahrung reifen und bilden Ihr solides fliegerisches Rückgrat, das Sie brauchen, wenn Sie eines Tages dann einmal das Steuer eines Rettungshubschraubers übernehmen, und in einem sehr anspruchsvollen und vielseitigen Arbeitsumfeld der verantwortliche Helikopter-Pilot für komplizierte Rettungseinsätze sind. Diesem Anforderungsprofil werden auch die beiden großen Träger der Rettungsfliegrei in Deutschland, der ADAC und die Deutsche Rettungsflugwacht, gerecht, indem Sie konkrete Eingangsvoraussetzungen definieren, die in aller Regel eine mehrjährige, fliegerische Erfahrung von mindestens 1.000 bis 1.500 Flugstunden bei ihren Bewerbern voraussetzen. Sehen Sie es einmal so - der Weg ist das Ziel, und diese Zeit sollten Sie sich in Ihrer fliegerischen Entwicklung einfach bewusst nehmen. Gut Ding will Weile haben.

16. Kann ich nach meiner Ausbildung bei der Heli Transair fliegen?

Wir können Ihnen an dieser Stelle Ihre Frage leider nicht so beantworten, wie Sie das wahrscheinlich sehr gerne hören würden. Unser eigener Bedarf an Piloten ist, auf Grund der Größe unseres Flugbetriebes, relativ überschaubar und vor allem unterliegt er unregelmässigen Schwankungen. Ein Blick auf unser aktuelles Piloten-Korps zeigt jedoch, dass ein Großteil unserer fest angestellten Berufspiloten aus dem eigenen Nachwuchs generiert wurde. Einige unserer ehemaligen Flugschüler sind heute sogar in unserem Fluglehrer-Team und arbeiten selbst aktiv mit, unsere hohen Standards weiter zu vermitteln und zu verbessern.

Wenn Sie sich im Laufe Ihrer Ausbildung bei uns engagiert mit ins Team einbringen, zuverlässige Präsenz zeigen und sich fliegerisch fachlich sehr gut entwickeln, dann haben Sie zumindest das Bestmögliche Ihrerseits getan, uns zu signalisieren, dass Sie gesteigertes Interesse daran haben, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in unserem Team mitzuarbeiten. Mögliche Optionen ergeben sich dann auf der Grundlage der aktuellen Personalsituation und des Bedarfs unseres Flugbetriebes. Die Erfahrung zeigt wie gesagt - es tun sich immer wieder Möglichkeiten auf.

17. Werde ich während meiner Ausbildung bei der Heli Transair bezahlt?

Während Ihrer Ausbildung zum Berufs-Helikopter-Pilot unterliegen Sie bis zum erfolgreichen Abschluss Ihres Trainings lediglich den Regularien des Ausbildungsvertrages und erhalten keinerlei Vergütung.

18. Gibt es Bafög?

Nach aktuellem Stand der Dinge und basierend auf der momentan gültigen Rechtslage gibt es bis dato leider nicht die Möglichkeit, Bafög zu beziehen. Entsprechende Anträge bei den zuständigen Behörden und Entscheidungsgremien liegen jedoch vor, so dass es abzuwarten bleibt, ob sich die Rechtslage in absehbarer Zeit ändern wird, und die Förderungen aus dem Bafög auch im Rahmen der Ausbildung zum Berufs-Helikopter-Pioot genutzt werden können. Wir hoffen auf baldige Klärung der Sachlage.

19. Wie läuft die Bezahlung während meiner Ausbildung bei Heli Transair ab?

Die Zahlungsmodalitäten werden im Ausbildungsvertrag zwischen Ihnen und der Heli Transair einvernehmlich geregelt.

Für die Praktische Flugausbildung gilt prinzipiell, dass keinerlei Vorab-Leistungen zu erbringen sind, sondern immer nur die Kosten anfallen und in Rechnung gestellt werden, die tatsächlich auch durch das absolvierte Flugtraining entstanden sind. Jede Rechnung beinhaltet dabei eine transparente Aufschlüsselung der Kosten.

Für die Theoretische Ausbildung werden Ihnen die Gesamtkosten des Theorie-Lehrgangs mit Beginn des ersten Unterrichtstages der Einfachheit halber pauschal in Rechnung gestellt.

Die genauen Modalitäten sowie Möglichkeiten der Finanzierung erläutern wir Ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch.

20. Welche Unterlagen werden vorab für meine Ausbildung benötigt und wo kann ich diese beantragen?

Die vor Beginn der Ausbildung benötigten Unterlagen und Nachweis sind auf Grund gesetzlicher Vorgaben wie folgt zu erbringen:

  • Kopie des Personalausweises
  • Medical Class 1 für Berufspiloten bzw. Medical Class 2 für Privatpiloten (Flugmedizinische Tauglichkeitsuntersuchung)
  • Zuverlässigkeitsüberprüfung gem. §7 LuftPersV
  • Auszug aus dem Fahreignungsregister FAER (nicht älter als 6 Monate)
  • Nachweis über Erste Hilfe bzw. Sofortmaßnahmen am Unfallort
  • 3 Passbilder

Wie und wo Sie diese Unterlagen und Nachweise erhalten können, erklären wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. Insbesondere in Hinblick auf die notwendig werdende, Fliegerärztliche Tauglichkeitsuntersuchung empfehlen wir Sie gerne dem Flugmediziner unseres Vertrauens.

21. Welche Vorteile hat ein Studium in Verbindung mit meiner Ausbildung zum Berufspiloten?

Der duale Ausbildungsgang, der ein Studium mit einschliesst, hat prinzipiell den Vorteil, dass Sie sich unterm Strich höher und vielseitiger qualifizieren und sich neben der Fliegerei ein zweites, fachnahes Standbein aufbauen, mit dem Sie später durchaus flexibler aufgestellt sind. Das könnte sich beispielsweise positiv auswirken für den Fall, dass Sie vor Ihrem ersten Job als Berufspilot eine gewisse Wartezeit zu überbrücken haben, in der Sie anderweitig einsetzbar sind und Geld verdienen können. Natürlich kann es auch nie schaden, wenn Sie sich über den rein fliegerischen Tellerrand hinaus im weitesten Sinne fachlich weiterbilden und höher qualifizieren, was Ihre Bewerbung-Chancen möglicher Weise positiv beeinflussen kann.

Man muss an dieser Stelle jedoch auch ganz klar sagen, dass ein kombinierter Studiengang keinesfalls als absolutes MUST zu betrachten ist, und eine Berufspiloten-Ausbildung selbstverständlich auch ohne Studiengang sehr gut absolviert werden kann und daran absolut nicht gebunden ist.

Möglicherweise muss diese Fragestellung auch differenziert betrachtet werden und sieht für einen frisch gebackenen Abiturienten grundsätzlich anders aus, als für einen Bewerber, der bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Studium oder aber einen anderweitigen Beruf mitbringt.

22. Wie und wo kann ich mich über die Ausbildung bei der Heli Transair informieren?

Wir, das Team der Heli Transair, sind für Sie jederzeit erreichbar. Viele Fragestellungen klären sich am besten in einem persönlichen Gespräch. Sie nennen uns Ihre Ziele und Motivation und wir können aus dem Nähkästchen plaudern, von eigenen Erfahrungen berichten und Sie individuell beraten. Üblicherweise findet eine erste Kontaktaufnahme telefonisch statt. Im Anschluss laden wir Sie gerne zu einem absolut unverbindlichen, persönlichen Gespräch in den Räumlichkeiten unserer Homebase ein. Im Falle unserer (in der Regel jüngeren) Schulabsolventen ist es durchaus üblich, dass auch die Eltern dieses Gespräch mit begleiten und sich einen persönlichen Eindruck verschaffen. Außerdem haben Sie dabei die Gelegenheit, unsere Piloten kennenzulernen, in einem unserer Hubschrauber Platz zu nehmen und den unverkennbaren Geruch von Kerosin zu schnuppern. 

Bitte zögern Sie nicht und melden sich jederzeit gerne - wir freuen uns sehr, Sie begrüßen zu dürfen und kennenzulernen.

23. Nehmen Drohnen den Helikoptern nach und nach den „Arbeitsplatz“ weg?

Ein klares „NEIN“ an dieser Stelle. Drohnen haben ihr berechtigtes Segment im Markt, aber sie werden niemals einen Helikopter ersetzen können. Und das weder in Hinblick auf ihr Einsatzspektrum, noch vor dem Hintergrund der Flugsicherheit. Nach Jahrzehnten der Erfahrung bei Heli Transair können wir mit Fug und Recht behaupten, dass es sehr gute Gründe dafür gibt, ans Steuer eines Helikopters einen Menschen zu setzen und die Steuerung nicht einem Computer oder aber der Technik alleine zu überlassen. Und wir garantieren Ihnen - schon am Ende Ihrer Ausbildung werden Sie dieses Statement uneingeschränkt bestätigen.

24. Muss man mehrere Helikoptertypen fliegen um später einen Job zu finden?

Nein – prinzipiell muss man das nicht.

Natürlich ist es von Vorteil, wenn man in der Lizenz bereits mit diversen Typeratings aufwarten kann, weil man dann schlicht und ergreifend als Pilot flexibler einsetzbar ist.

Auf der anderen Seite bringt es Sie jedoch auch nicht wirklich weiter, wenn Sie viel investieren, um sich mit Typeratings auf Helikoptern zu „schmücken“, auf denen Sie dann keine echte Flugerfahrung nachweisen können, also quasi so oder so bei Null anfangen.

Aber wir können Ihnen ein gutes Beispiel liefern - der Robinson R44 Helikopter ist im Augenblick ein gängiger Klassiker und wird von vielen Luftfahrtunternehmen für Rund- und einfache Arbeitsflüge verwendet - also die Sparte, in der Sie sehr wahrscheinlich Ihre Karriere als Berufspilot beginnen werden. Ein solches Typerating also bereits in der Lizenz zu haben, ist aus heutiger Sicht definitiv ein Vorteil.

Wir bieten Ihnen beispielsweise an, Ihr R44 Typerating im Rahmen Ihrer CPL-Ausbildung (die an sich auf Cabri G2 stattfindet) zu wirtschaftlich fairen Konditionen mit zu erwerben, um dann als Berufseinsteiger gute Eingangsvoraussetzungen mitzubringen. Die Entscheidung hierfür müssen Sie übrigens nicht zu Beginn Ihrer Ausbildung treffen - eine passende Implementierung ist auch bis zum letzten Drittel Ihrer Ausbildung problemlos möglich. Auch hier gilt - fragen Sie uns, und wir werden Sie beraten und eine Lösung finden.

25. Ist es möglich und sinnvoll während meiner Ausbildung einen Nebenjob auszuüben?

Grundsätzlich ist es möglich, während Ihrer Ausbildung zum Berufspiloten einen Nebenjob auszuüben.

Die Ausbildung ist jedoch sehr anspruchsvoll und Sie werden in etwa 2 Jahren Ausbildungszeit eine Menge Stoff zu bewältigen und viele Inputs zu verarbeiten haben. Ein intensives Selbststudium des theoretischen Stoffes, intensives Aufarbeiten der Präsenzseminare des Fernlehrgangs sowie gründliche Vor- und Nachbereitung der Flugstunden in der Praktischen Ausbildung sind Voraussetzung und Garant dafür, dass Sie Ihre Ausbildung optimal durchlaufen und am Ende auch einen hochwertigen, erfolgreichen Abschluss erzielen können.

Darüber hinaus können Sie Ihre Ausbildungsdauer auch nicht unbegrenzt in die Länge ziehen, weil auf Grund gesetzlicher Vorgaben auch konkrete Fristen unbedingt einzuhalten sind.

Ob und wie Sie also einen Nebenjob parallel zu Ihrer Ausbildung bei uns noch gut mit unter einen Hut bekommen, das müssen Sie für sich selbst entscheiden, denn nur Sie kennen die Grenzen Ihrer Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit am besten. Ohne Frage gibt es da sicherlich auch eine gewisse Bandbreite, denn Nebenjob ist nicht gleich Nebenjob.

Prinzipiell gilt - je intensiver Sie sich auf die Ausbildung bei uns konzentrieren können, desto besser ist das Ergebnis, das Sie mit dem Abschluss erzielen können. Seien Sie also ehrlich zu sich selbst und finden Sie die Goldene Mitte für sich.

26. Ist alles im Festpreis enthalten und welche Zusatzkosten kommen auf mich zu?

Wir sind grundsätzlich bestrebt, Ihnen am Anfang Ihrer Ausbildung eine realistische Kalkulation der anfallenden Kosten zu geben und Ihnen das auch transparent darzustellen und zu erklären.

Weder Sie, noch wir wollen dabei unangenehme Überraschungen erleben und für uns ist Kostentransparenz letztendlich auch eine Frage der Seriosität und des Vertrauens.

Sicherlich werden Sie jedoch auch verstehen, dass eine hundert prozentige Festpreis-Garantie niemals geleistet werden kann.

Fallen Sie beispielsweise krankheitsbedingt für längere Zeit aus, so kann das im Umkehrschluss bedeuten, dass Sie ein Auffrischung-Training machen müssen, um wieder auf den vorherigen Schulungsstand zu kommen. Diese Zusatzmassnahme generiert auch zusätzliche Kosten. Das Risiko hierfür müssten in diesem Fall Sie selbst tragen. Natürlich sind wir bestrebt, zusätzliche Trainings-Maßnahmen sinnvoll zu gestalten und im geringst möglichen Rahmen zu halten.

Auch können wir zu Beginn Ihrer Ausbildung nicht absehen, ob Sie mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum an Stunden in Hinblick auf Ihre individuellen Leistungen am Ende die Prüfungsreife erreichen, die wir voraussetzen, um Sie guten Gewissens in die Abschlussprüfung gehen zu lassen.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass ein Großteil unserer Schüler mit dem anfangs abgesteckten Rahmen sehr gut auskommt und das Ausbildungsziel gut erreicht. In seltenen Ausnahmefällen zeichnen sich zusätzlich notwendige Trainingsmassnahmen im Laufe der Ausbildung ab. Für diesen Fall suchen wir rechtzeitig das Gespräch mit Ihnen und finden eine gemeinsame, konstruktive Lösung, Sie zum Ziel zu bringen.

Ihre Zufriedenheit, nicht nur in Hinblick auf die Qualität Ihrer Ausbildung, sondern auch in Hinblick auf Berechenbarkeit der Kosten und Transparenz ist uns extrem wichtig.

27. Wie sind die Wohnmöglichkeiten während meiner Ausbildung?

Da sich diese Frage immer wieder stellt, sind wir über die Jahre hin sehr gut vernetzt und haben gute Kontakte zu Vermietern in der mehr oder weniger direkten Nähe zum Egelsbacher Flugplatz und unserer Flugschule.

Kleinere Wohnungen zur individuellen Nutzung sind dabei ebenso verfügbar, wie größere Objekte, die die Möglichkeit einer WG bieten - und das zu fairen und erschwinglichen Preisen.

Wir stellen die entsprechenden Kontakte sehr gerne her.

28. Wie kann ich meine Ausbildung finanzieren?

Eine Finanzierung Ihrer Ausbildung ist überhaupt kein Problem.

Wir bieten diese Möglichkeit in Zusammenarbeit mit diversen Bankhäusern und Dienstleistern an, mit denen wir bzw. unsere Flugschüler über die Jahre hinweg durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Die entsprechenden Darlehen sind speziell auf die Berufspiloten-Ausbildung ausgelegt und bieten faire Konditionen an, die den finanziellen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines Berufseinsteigers gerecht werden.

Die notwendigen Kontakte stellen wir für Sie gerne her und auch hier gilt - Sie können sehr gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch mit unserer Kooperationspartnern führen, die Ihnen die Möglichkeiten detailliert erläutern.

29. Wo findet meine Ausbildung zum Helikopterpiloten statt?

Der weitaus größte Teil Ihrer Ausbildung, sowohl in Theorie,als  auch in der Praxis, wird an unserer Homebase am Flughafen Egelsbach stattfinden. Sollten Sie Schüler in Münstet-Osnabrück sein, wird Ihre Ausbildung hauptsächlich in Münster-Osnabrück stattfinden. 

Bestimmte Ausbildungsabschnitte können jedoch auch, pädagogisch sinnvoll, an andere Trainingsstandorte ausgelagert werden, um dabei beispielsweise auf bestimmte Ressourcen zurückgreifen zu können. So ist die Nachtflugausbildung in Egelsbach beispielsweise jahreszeitlich durch die Betriebszeiten des Flughafens reglementiert und eingeschränkt - unsere Außenstelle am Flughafen Münster-Osnabrück hingegen bietet ganzjährig einen 24-7 Betrieb an, so dass wir an dieser Stelle mehr Möglichkeiten und Flexibilität bekommen. Ein zeitweiser Wechsel des Trainingsstandorts erweitert zudem den fliegerischen Horizont und lässt sich mühelos in das Gesamt-Ausbildungs-Programm integrieren.

30. Wo fliegt man während meiner Ausbildung hin? Ist ein Flug ins Ausland möglich?

Einen Großteil Ihre Flugtrainings werden Sie im Luftraum des Rhein-Main-Gebiets verbringen. Ein wesentlicher Anteil Ihrer Praktischen Flugausbildung wird im Trainieren von Normalverfahren und Notverfahren bestehen, also Übungen und Manövern, die man flugplatznah trainieren kann und für die man nicht wirklich weit wegfliegen muss, was letztendlich auch, wirtschaftlich betrachtet, ein Kostenfaktor ist. Neben Egelsbach werden Sie andere Flugplätze wie zum Beispiel Worms, Aschaffenburg, Mannheim, Reichelsheim oder Mainz kennenlernen, die wir üblicher Weise in unser Training integrieren.

Nichts desto trotz müssen im Rahmen der praktischen Ausbildung auch sogenannte „Überland-Flugstunden“ erbracht werden, um Sie mit der großräumigen Navigation über weitere Strecken vertraut zu machen. Hierzu werden Sie auch längere Flüge planen und durchführen, beispielsweise nach Süddeutschland oder in den Norden Richtung Münster-Osnabrück, unserer neuen Außenstelle.

In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder auch größere Ausflüge organisiert, an denen unsere Flugschüler in Begleitung eines Fluglehrers teilgenommen haben. So zum Beispiel nach Aix-en-Provence in Südfrankreich, der Heimat unserer Cabri, oder aber zur Aero Luftfahrtausstellung nach Friedrichshafen oder auch zu den jährlichen Heli Days in Gmunden.

Sie können also davon ausgehen, dass Sie das eine oder andere Schmankerl auf dem Weg Ihrer Ausbildung mitnehmen werden und selbstverständlich gehen wir immer auch unter dem pädagogisch sinnvollen Aspekt auch sehr gerne auf Ihre persönlichen Wünsche ein.

31. Darf ich während meiner Ausbildung Passagiere mitnehmen?

Kurze Antwort – NEIN das ist leider nicht möglich, weil es der Gesetzgeber verbietet. 

Aber – erinnern Sie sich einmal an Ihre Fahrschulzeit - auch damals durften Sie keine Mitfahrer einladen, als Sie Ihre Runden mit dem Fahrlehrer gedreht haben.

Passagiere dürfen Sie zum Fliegen einladen, sobald Sie im Besitz einer gültigen Pilotenlizenz sind, also entweder einem PPL (zu privaten Zwecken) oder aber einem CPL (dann zu privaten und/oder kommerziellen Flügen).

Sollten Sie bei uns eine durchgehende Ausbildung zum Berufs-Helikopter-Piloten (CPL) absolvieren, besteht jedoch die Möglichkeit, dass Sie während Ihrer laufenden Ausbildung einen PPL-Prüfungsflug absolvieren und dann bereits während Ihrer noch andauernden CPL-Ausbildung Inhaber einer Privatpilotenlizenz (PPL) sind. Auf diesem Weg hätten Sie (mit relativ geringem Mehraufwand) auch die Möglichkeit, bereits vor Abschluss Ihrer CPL-Ausbildung Passagiere außerhalb Ihres Flugtrainings zu nicht-kommerziellen Zwecken zum Mitfliegen einzuladen. Falls Sie Interesse haben, erklären wir Ihnen sehr gerne die Details.

32. Muss ich während meiner Ausbildung auch alleine fliegen?

Die Frage an sich ist falsch formuliert. Fragen Sie besser – „darf ich während meiner Ausbildung auch alleine fliegen…?“

Und Die Antwort lautet – ja, Sie dürfen.

Im Rahmen Ihrer Ausbildung zum Privatpiloten sind mindestens 10 Stunden an Solo-Flugzeit vorgesehen, für die Ausbildung zum Berufspiloten sind es sogar insgesamt mindestens 50 Stunden.

Selbstverständlich stehen wir als Fluglehrer ganz nah hinter Ihnen, wenn Sie diese Solo-Flüge absolvieren und Sie werden sich ohne Frage auch langsam an diesen großen Schritt der Alleinflug-Reife herantasten.

Glauben Sie uns – der Moment, in dem Sie zum ersten Mal selbst und ganz ohne Fluglehrer einen Helikopter fliegen, wird für Sie ein unvergessliches Erlebnis. Auch langjährige erfahrene Berufspiloten kommen bei diesen Erinnerungen noch immer ins Schwärmen, denn - es gibt immer nur ein Erstes Mal.

Wir werden Sie auf Ihr Erstes Mal perfekt vorbereiten und Ihnen wie uns die Sicherheit und das Vertrauen geben, einen Helikopter sicher alleine zu fliegen.

Im weiteren Verlauf Ihres Flugtrainings werden Sie dann nicht nur flugplatznahe Flüge rund um Egelsbach solo absolvieren, sondern auch längere Streckenflug-Segmente durchführen, um Ihren Horizont stetig zu erweitern. Nicht umsonst sprechen wir im Flieger-Latein vom „Frei-Fliegen“.

33. Wie lange dauert meine Ausbildung zum Helikopterpiloten?

Grundsätzlich ist die Dauer Ihrer Ausbildung abhängig von Ihrer Lernkurve, Ihrem Fortschritt und selbstverständlich auch der Zeit und Intensität, die Sie für Ihr Training aufbringen können.

So kann man die Ausbildung zum Privat-Helikopter-Piloten mühelos in 6 bis 9 Monaten absolvieren, wenn man komprimiert Zeit investieren kann, am Ball bleibt und das Wetter auch mitspielt.

Die Ausbildung zum Berufspiloten kann man durchaus in 18 Monaten absolvieren, auch hier wieder unter der Voraussetzung, dass man intensiv am Fortschritt arbeitet, sich voll auf das Training konzentriert und am Ende auch das Wetter keine lange Ausfallzeit in den Wintermonaten generiert. Bei unseren Berufspiloten-Anwärtern ist es auch von Vorteil, wenn Sie vor Ort wohnen, keinen zeitintensiven Nebenjob haben und sich ganz Ihrem Berufsziel widmen können.

Für eine realistische Planung ist es also unterm Strich angemessen, für die Ausbildung zum Privatpiloten ca. 12 Monate und für die Ausbildung zum Berufspiloten ca. 24 Monate zu veranschlagen. 

Dieser Zeitrahmen berücksichtigt nicht nur die Einhaltung behördlich vorgeschriebener Fristen, sondern garantiert Ihnen auch ein nachhaltiges Lernen und Verarbeiten des umfangreichen Stoffes.

Bedenken Sie auch, dass Sie Spaß bei der ganzen Ausbildung haben und sich somit keinen zu engen Zeitrahmen stecken sollten.

Wir beraten Sie gerne individuell, denn insbesondere in Hinblick auf die Berufspiloten-Ausbildung gibt es unterschiedliche Ausbildungskonzepte (Durchgehende bzw. Modulare Ausbildung), die Ihnen je nach Ihren zeitlichen Möglichkeiten eine gewisse Flexibilität einräumen.

34. Gibt es ein Mindestalter mit der Ich meine Ausbildung beginnen kann?

In Hinblick auf das Mindestalter gibt es folgende, gesetzliche Vorgaben zu beachten:

  • Mindestalter für die Durchführung eines Solo-Fluges – 16 Jahre (PPL und CPL)
  • Mindestalter für den Erhalt einer Privatpiloten-Lizenz – 17 Jahre (PPL)
  • Mindestalter für den Erhalt einer Berufspiloten-Lizenz – 18 Jahre (CPL)

Anhand dieser Vorgaben kann man einen sinnvollen, frühestmöglichen Einstieg in einen Ausbildungslehrgang ableiten.

35. Kann ich erst eine PPL-, dann eine CPL-Lizenz machen?

Das ist problemlos möglich und wir hatten in der Vergangenheit sogar viele Absolventen, die genau diesen Weg eingeschlagen haben.

Im Fachjargon bezeichnen wir diesen Ausbildungsgang als „Modulare Ausbildung“.

In der Modularen Ausbildung absolvieren Sie zunächst das Training bis zum Erwerb der Privat-Helikopter-Piloten Lizenz, sammeln dann im Anschluss in Eigenverantwortung eine gewisse Anzahl an Flugstunden, um die Eingangsvoraussetzungen für die Ausbildung zur Berufspiloten-Ausbildung zu erreichen und beginnen dann im dritten und abschliessenden Modul das 35-stündige Flugtraining zum Erwerb der Berufs-Helikopter-Piloten Lizenz, einschliesslich der Nachtflugberechtigung.

Dieser Weg ermöglicht Ihnen durch die modulare Aufteilung einen wesentlich größeren Zeitrahmen bis zum Abschluss Ihres CPL und darüber hinaus gibt er Ihnen die Möglichkeit, im Rahmen Ihrer Stunden-Sammelphase eigenverantwortlich Flüge durchzuführen, bei denen Sie auch Freunde oder Familie zu nicht-kommerziellen Zwecken zum Mitfliegen einladen dürfen.

Manch einer unserer ehemaligen Schüler nutzte diesen Einstieg auch, um mit dem PPL zunächst hobbymässig Helikopter zu fliegen, um dann festzustellen, dass er oder sie diese neue Leidenschaft doch zum Job weiter ausbauen will.

36. Welche Anrechnungen auf meine Ausbildung zum Helikopterpiloten bekomme Ich, wenn ich bereits eine PPL(A) besitze?

Als Inhaber eines PPL (A) haben Sie diverse Vorteile.

Zunächst einmal reduzieren sich die Fächer der Theoretischen Ausbildung auf die Helikopter-spezifischen Themen, was gleichermassen auch für die beim Regierungspräsidium abzulegende, Theoretische Prüfung gilt. Der zu bewältigende Lernstoff ist also wirklich sehr überschaubar.

Im Rahmen der Praktischen Ausbildung bekommen Sie, analog der jeweils gültigen Fassung der Regelwerke wie z.B. der FCL und den Vorgaben der EASA, aktuell 5 Flugstunden anerkannt bzw. erlassen, so dass sich Ihr Flugtraining dezent verkürzt.

Ihr größter Benefit dürfte jedoch sein, dass Ihnen viele Lerninhalte absolut bekannt und vertraut sind, so dass Sie sich ganz und gar auf das Fliegen des Helikopters konzentrieren können, da Sie Flugerfahrung im weitesten Sinne ja schon Ihrem Erfahrungsstand entsprechend mehr oder weniger mitbringen.

37. Darf ich mit meiner Lizenz auch im Ausland fliegen?

Ja, das dürfen Sie. Ihre Lizenz wird prinzipiell nach EASA-Standard ausgestellt, so dass Sie innerhalb der EU in allen Ländern problemlos fliegen und auch Helikopter chartern dürfen.

Wollen Sie über die Grenzen der EU hinaus beispielsweise in den USA Helikopter fliegen, so können Sie Ihre Lizenz umschreiben lassen, müssen hierzu allerdings länderspezifische Vorgaben beachten, die von Land zu Land verschieden sein können. Die Bandbreite geht hierbei von einer rein formellen Beantragung / Erteilung bis hin zu einer theoretischen und/oder praktischen Befähigungsprüfung, also einem Checkflug in Verbindung mit einer schriftlichen oder mündlichen Prüfung.

Wir beraten Sie im Einzelfall gerne und helfen Ihnen auch, wenn Sie sich auf eine solche Umschreibung vorbereiten wollen.

Grundsätzlich haben die Deutschen Pilotenlizenzen im internationalen Vergleich einen hohen Standard und eine anerkannte, hochwertige Qualität, so dass eine Umschreibung in aller Regel in einem überschaubaren Rahmen stattfinden kann. Dies gilt jedoch primär für private, nicht-kommerzielle Zwecke.

38. Darf ich mit der PPL Lizenz auch Passagiere mitnehmen?

Ja, die Mitnahme von Passagieren ist auch mit einem PPL zulässig.

Die Vorschrift legt dabei jedoch eindeutig fest, dass eine Beförderung ausschliesslich zu nicht-kommerziellen Zwecken zulässig ist. Zwar ist es gestattet, sich die Selbstkosten von seinen mitfliegenden Passagieren erstatten zu lassen, die Grenze zum Missbrauch ist hierbei jedoch fliessend und der Gesetzgeber setzt voraus, dass sich Privatpiloten strikt an die Vorgaben zu halten haben. Wenn Sie beispielsweise „Werbung“ für Mitflüge machen und am Ende des Tages Ihnen Fremde Passagiere „einladen“, dann handelt es sich im juristischen Sinne schon nicht mehr um einen lupenreinen, rein privaten Zweck. Da die Rechtslage diesbezüglich gewisse Grauzonen aufweist und in der Entscheidungsfindung viel Bewegung ist, muss man die genauen juristischen Regeln hierzu regelmässig auf Details prüfen.

Um es kurz gesagt nochmals auf den Punkt zu bringen – als Inhaber eines PPL dürfen Sie Freunde und Familie als Passagiere zum Mitflug einladen, und sich als quasi „nette Geste“ maximal Ihre nachzuweisenden Selbstkosten ersetzen lassen. Im eigenen Interesse sollten Sie mit Vorbild vorangehen und diesbezüglich die Rechtslage verantwortungsvoll exakt beherzigen.