Samstag, 30.1.2010
Helicopter Bauarten - Kleine Heli-Kunde
Die Entwicklung vom Helicopter war ein steiniger Weg. Nach vielen Fehlschlägen gelang es erstmals in den 50er Jahren einen flugfähigen Helikopter zu bauen. In der heutigen Zeit werden neue Bauformen wie NOTAR (NO Tail Rotor) und Tilt Rotor weiterentwickelt. Heute sind vor allem sechs Bauformen wichtig, von denen vier selten sind.
Häufigster Heli-Typ
Der am häufigsten anzutreffende Heli hat einen Haupt- und Heckrotor. Der Heckrotor leistet das Gegendrehmoment für die Kraft des Hauptrotors. Weiterhin wird der Heli damit über die Hochasche gesteuert.
Tandemrotor
Die Anordnung als Tandemrotor wird vor allem bei grossen Hubschraubern verwendet. Durch die gegenläufigen Rotoren heben sich die Gegendrehmomente der einzelnen Rotore auf. Die Konstruktion der Steuerung ist wesentlich komplizierter als bei einem Helikopter mit Heckrotor. Die Steuerung um die Hochachse im Schwebeflug erfolgt durch entgegengesetztes Neigen der Rotorebenen.
Tandemrotor Parallel
Die Anordnung von zwei, nebeneinander liegenden Rotoren war nie sehr populär. Zwar wurde diese Bauform beim grössten je gebauten Hubschrauber (Mil V-12) angewendet, konnte sich aber nie richtig durchsetzen.
Gegenläufige Rotoren
Beim ineinander kämmenden Rotor liegen zwei gegenläufige Rotoren mit nach aussen geneigten Rotormasten eng beieinander, wobei die Blätter fast wie Zahnräder ineinander laufen, eben ineinander kämmen. Durch die gegenläufige Drehrichtung der Rotoren ist kein
Heckrotor notwendig. Diese Bauform wurde in der frühen „Hubschrauberzeit“ entwickelt, geriet dann aber in Vergessenheit. In jüngster Zeit wurde diese Art der Rotoranordnung aber wieder entdeckt und kommt beim K-MAX, einem einsitzigen Hubschrauber für Aussenenlast-Transporte zur Anwendung.
Koaxialen Rotoranordnung
Bei der koaxialen Rotoranordnung sind beide Rotoren übereinander liegend und gegenläufig montiert. Die Steuerung um die Hochachse erfolgt durch unterschiedlich grosse Auftriebserzeugung der beiden „Rotorscheiben“. Je nachdem welcher Rotor mehr Auftrieb liefert, wird ein Gegendrehmoment erzeugt, welches die Kabine entsprechend nach links oder rechts drehen lässt. Durch den grossen Luftwiderstand der Rotorkonstruktion, können solche Hubschrauber keine grossen Reisefluggeschwindigkeit erreichen. Erst mit der Entwicklung von starren Rotorsystem lassen sich die beiden Rotoren näher zusammen montieren, was den Luftwiderstand wesentlich reduziert.
Diese Bauform kommt vor allem bei östlichen (KAMOV) Hubschrauber zur Anwendung.
Der NOTAR
Beim NOTAR handelt es sich um einen Helikopter mit einem Hauptrotor aber ohne Heckrotor. Dieses Verfahren wurde von McDonnell Douglas (MD-Helicopters) entwickelt und patentiert. Ein Teil des Hauptrotorabwindes wird in den Heckausleger geleitet und dort mit einem Fan weiter verdichtet. Die Luft strömt nun durch den Heckausleger und entweicht am Ende durch schwenkbare Düsen. Diese Düsen werden durch die Pedale gesteuert und erlauben den Ausgleich des Drehmomentes und die Drehung des Hubschraubers um die Hochachse.
nach oben
Labels: Hubschrauber, Heli, Helicopter, Helikopter
Gespeichert von Heli Transair am 30.01.2010 um 15:33 Uhr